Piderit, Anna (1874-1956)

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Anna Piderit (* 8. August 1874 in Detmold; † 5. November 1956 ebenda) war Malerin in Düsseldorf und Detmold.

GND http://d-nb.info/gnd/1026830621
Andere Namen
  • Piderit, Änne
  • Piderit, Anna Wilhelmine Betty (voller Name)
Geburtsdatum 8.8.1874
Geburtsort Detmold
Sterbedatum 5.11.1956
Sterbeort Detmold
Bekannt als (Tätigkeitsfeld) Malerin
Lippe-Bezug
Beziehung zu Personen
Beziehung zu Institutionen
Wikipedia

Leben

Geboren am 8. August 1874 in Detmold als Tochter des Arztes Theodor Piderit und seiner Frau Anne. Eine erste künstlerische Ausbildung erhielt sie durch den Maler Karl Heinrich Wilhelm Stockmeyer, der1896 nach Detmold gekommen war, aber schon 1898 mit seiner Schule nach Karlsruhe weiterzog. Anna ließ sich weiter bei dem Detmolder Bildhauer Carl Retzlaff im Modellieren ausbilden.

Um 1900 ging sie mit ihrer Freundin Helene Krohn nach Düsseldorf. Sie nahmen Unterricht in Aktmalerei bei Wilhelm Schneider-Didam, und in der Landschaftsmalerei bei Willy Speig (?), schließlich in Berlin beim dem Porträtisten Leo von König.

Zunächst verdiente sie ihren Lebensunterhalt bei den Persilwerken in Düsseldorf; möglicherweise in der graphischen Umsetzung von Werbekampagnen.[1] Von 1933 bis 1943 wohnte sie in Düsseldorf. In ihrer Freizeit verdiente sie durch Kopien von Werken rheinischer Maler etwas hinzu. Ab 1943 wohnte wieder in Detmold, bei ihrer Freundin Helene Krohn im Krohnschen Haus in der Neustadt.

Zurück in Detmold arbeitete Anna als "Präsentemalerin". Sie schuf Radierungen und Federzeichnungen, Akte und Landschaften in Öl.

Ein großflächiger Farbauftrag mit kräftigem Pinselstrich, mit Sinn für Wirkung und Farbkombination, sind Merkmale ihres künstlerischen Schaffens. Sie erweiterte das erlernte, am Realismus orientierte Repertoire mit impressionistischen Zügen.

Sie starb am 5.11.1956 in Detmold.

Werke

Detmold, Adolfstraße
Radierung von Anna Piderit, 1912. Bild: Lippische Landesbibliothek, 1 D 50

Literatur

  • Lippisches Geschlechterbuch / hrsg. von Bernhard Koerner. - 1931. - XXXVIII, 592 S. : Ill. - (Deutsches Geschlechterbuch ; 72). - S. 261ff. - https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/pageview/8325012
  • Hermann Ludwig Schäfer: Anna Piderit. - In: Lippische Landes-Zeitung vom 22.12.1956.
  • Malerin Änne Piderit zum Gedächtnis. - In: Lippischer Kalender 267 (1958) S. 30. - https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/periodical/pageview/6317020
  • Wiesekopsieker, Stefan: Die Detmolder Künstlerinnen und Honoratiorentöchter Martha Caesar, Margarethe Hasse, Margarete Krieger, Helene Krohn und Anna Piderit. In: Starke Frauen in der Kunst. - Bielefeld. - 2018. - S. 35-50, hier S. 45f.

Weblinks

Status der Seite

Quelle: Schäfer 1956, Wiesekopsieker 2018

13.02.2023 angelegt

Fußnoten

  1. Vermutung von Stefan Wiesekopsieker, der zugleich vermerkt, dass es im Henkel-Konzernarchiv keine Spuren der Pideritschen Arbeit gibt, vgl. Wiesekopsieker S. 45 und Anm. 32.