Donop, Levin von (1567-1641)

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Levin von Donop (* 1567 auf Gut Donop bei Wöbbel; † 1641 ebenda) war ein lippischer Adliger und Landrost.

GND http://d-nb.info/gnd/1041303564
Andere Namen
Geburtsdatum 1567
Geburtsort Gut Donop
Sterbedatum 1641
Sterbeort Gut Donop
Bekannt als (Tätigkeitsfeld) lippischer Landdrost
Lippe-Bezug
Beziehung zu Personen
Beziehung zu Institutionen
Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Levin_von_Donop

Leben

Geboren 1567 als Sohn des Gabriel von Donop auf Gut Donop und Wöbbel. Der Vater war Braunschweigischer Geheimer Rat und Großvogt in Celle, die Mutter war Margarethe von Obert.

Er erhielt eine gute Bildung durch einen Hauslehrer mit besonderem Unterricht in Wissenschaftsfächern und besuchte anschließend die Schule in Celle. 1584 ging er zum Studium nach Wittenberg und dann nach Marburg, begleitet von einem älteren Mentor. Weitere vier Jahre verbrachte er auf Reisen durch Holland, England, Frankreich, die Schweiz und Italien. Nach dem Tod des Mentors kehrte er über Österreich nach Hause zurück.

Er trat Ende der 1590er Jahre in hessischen Dienst als Kammerjunker und Regierungsrat.

Als 1599 der Vater starb, erbte er die Güter Donop und Wöbbel, dazu von der mütterlichen Seite das Kammergut Rangen, die Gefälle im hessischen Amt Zierenberg sowie weiteren Besitz; 1603 kam das vom hessischen Landgrafen eingezogene Kloster Lippoldsberg hinzu. Er trat vom hessischen Dienst zurück und kehrte nach Donop zurück. Von Graf Simon VI. wurde er zum Landdrosten ernannt.

Am 10. März 1606 heiratete er Luise Magdalena von Haxthausen, mit der er vier Söhne und zwei Töchter hatte. Nach dem Tod seiner Frau 1622, heiratete er 1623 deren Schwester Anna Maria von Haxthausen. Mit seinem Schwager Tönnies wurde er später durch Fürst Ludwig I. von Anhalt-Köthen als Mitglied in die Fruchtbringende Gesellschaft aufgenommen, unter dem Gesellschaftsnamen der Steurende. Sein Motto war Schwermut; als Emblem wurde ihm das Löffelkraut gegeben.

Nach dem Ausbruch des 30jährigen Krieges teilte Levin seine Aufmerksamkeit zwischen hessischen Diensten als Wirklicher Geheimer Rat, und der Tätigkeit als Landdrost in Lippe. Er blieb auch nach den lippischen Regentenwechseln 1613, 1627 und 1636 im Amt. In Hessen kümmerte er sich um die Verbesserung der Universität in Marburg. In Lippe kümmerte er sich um die zweckmäßigere Einrichtung der gräflichen Kammerverfassung. Zu seinen Verwaltungstätigkeiten gehört der Erlass der lippischen Polizeiordnung von 1620 und der Münz- und Taxordnung aus dem gleichen Jahr.

Er starb 1641.


Literatur

  • Wilhelm Gottlieb Levin von Donop: Des Obermarschalls und Drosten Wilhelm Gottlieb Levin von Donop zu Lüdershofen, Maspe Nachricht von dem Geschlecht der von Donop. Paderborn 1796
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:51:1-2990
  • Levin von Donop auf Wöbbel : Landdrost unter Simon VI. - In: Menschen vom lippischen Boden : Lebensbilder / hg. von Max Staercke. - Detmold : Meyer, 1936. - S. XXXX.
https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/pageview/6432177

Weblinks

Status der Seite

Quelle: Menschen 1936, Webquellen

08.06.2023 angelegt

Fußnoten