Thun, Hedwig (1892-1969)

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Hedwig Thun geb. Schelp (* 23. Oktober 1892 in Detmold; † 26. August 1969 ebenda) war eine Künstlerin.

GND http://d-nb.info/gnd/105765880
Andere Namen
Geburtsdatum 23.10.1892
Geburtsort Detmold
Sterbedatum 26.8.1969
Sterbeort Detmold
Bekannt als (Tätigkeitsfeld) Künstlerin
Lippe-Bezug geboren in Detmold, seit 1944 wieder in Detmold
Beziehung zu Personen
Beziehung zu Institutionen
Wikipedia

Leben

Der Vater war Telegrafensekretär in Detmold, die Mutter Ida eine geb. Niemeyer.[1] Sie besucht die Städtische Höhere Mädchenschule in Detmold, wo sie 1911 ihren Abschluss macht.[2] Anschließend macht sie eine Ausbildung zur Krankenschwester und ist auch als solche im Ersten Weltkrieg tätig.

Von 1920 bis 1923 lässt sie sich in München an der Debschitz-Schule künstlerisch ausbilden; ihre Lehrer sind Joseph Schinnerer und Josef Eberz. Eine erste Ausstellung ihrer Werke findet 1921 im Haus von Marx Wrba in Bielefeld statt. 1922 heiratet sie den Sozialpsychologen Dr. Ernst Theophil Thun. Von 1923 bis 1925 lebt das Paar in Bremen und von 1926 bis 1931 in Hamburg. 1931/32 studiert Thun ein halbes Jahr am Bauhaus in Dessau bei Kandinsky, Klee und Albers. Sie stellt 1931 in der Galerie Arnold in Dresden aus; die Kunstmäzenin Katherine Dreier zeigt Werke Thuns im Museum of Modern Art in New York und in einer New Yorker Galerie.

Von 1933 bis 1945 wohnt das Paar in Berlin. Thun verzichtet während des Nationalsozialismus zunächst auf künstlerische Tätigkeit. 1935 veröffentlicht sie unter dem Pseudonym H. S. Thielen einen biografischen Roman über den Lemgoer Arzt und Forschungsreisenden und Engelbert Kaempfer. Etwa ab 1940 beginnt sie wieder zu malen. 1945 zieht das Paar wegen starker Bombenschäden an der Berliner Wohnung nach Detmold um (Allee 10?). Theophil Thun war nach dem Krieg Leiter des Paderborner Instituts für Kindesbeobachtung der Katholischen Lehrerakademie.[3]

In den Folgejahren ergeben sich weitere Ausstellungen in Hamburg (1947), Paderborn (1958), Frankfurt (1960) etc.

1969 stirbt Hedwig Thun nach langer Krankheit am 26. August. Wenige Tage nach ihrem Tod eröffnet die Kunsthalle Bielefeld eine Ausstellung mit ihren Werken.



/ Lit.: u.a. 1-5 + 108-4 + 123 + 165a

Werke

  • (unter dem Pseudonym H. S. Thielen) Das unterhimmlische Reich. - Leipzig: List, [1935]. - 329 S. - 01-D 1432h

Literatur

  • Sander-Wietfeld, Käthe: Verschwenderischer Reiz des Farbigen : Kunstausstellung Hedwig Thun in Höxter. - In: LR 23 (1968) Nr. 193 vom 21.8.1968, S. 9. - LZ 140.2°
  • Sander-Wietfeld, Käthe: Malerei aus spontaner Farbkraft : Eröffnung der Ausstellung Hedwig Thun in Bielefeld wurde zur Gedenkstunde. - In: Westfalen-Blatt. - 24 (1969),Nr vom 6.9. : Ill. - LZ 260.4-379
  • Sander-Wietfeld, Käthe: Zwischen Email und Tapisserie : Ausstellung von Hedwig Thun in der Studiengalerie. - In: Westfalen-Blatt. - 24 (1969),Nr vom 5.9. : Ill. - LZ 260.4-380
  • Hedwig Thun. - In: 2. Paderborner Hochschulwoche. Kunstausstellungen. - Paderborn, 1970., S. 14-15. - Kps 72/112.
  • Helmut Ebert, Lexikon der Bildenden und Gestaltenden Künstlerinnen und Künstler in Westfalen-Lippe, Münster : Aschendorff, 2001; CD-ROM, 2006.
ZXIA 103
  • Hedwig Thun : vom Bauhaus zum Informel : eine Wiederentdeckung : Kunstforum Hermann Stenner 10. April-4. September 2022, Bielefeld. / herausgegeben von Christiane Heuwinkel und Christoph Wagner. - München : Hirmer, 2022. - 96 Seiten. - ZXUT 103
  • Hedwig Thun : eine Wiederentdeckung : 10.4.-4.9.2022 : Künstlerin am Bauhaus, Schriftstellerin und herausragende Malerin des Informel. - In: Heimatland Lippe. - 115 (2022),4, Seite 44-45 : 4 Illustrationen

Weblinks

Status der Seite

Quelle:

21.5.2024 angelegt

Fußnoten